Schauspielhaus
„Nun haltet ein … was für ein seltsamer Ort ist dies geworden?
Dort vorne — dieses weiße Gebäude, geschwungen wie eine Theatermaske im Wind — nennen die Menschen ein Schauspielhaus? Zu meiner Zeit trugen Theater schwere Vorhänge, goldene Säulen und Kronleuchter aus Kristall! Dieses hier wirkt beinahe, als sei es aus einer anderen Zeit herbeigeflogen.
Und daneben erst!
Dieser gewaltige gläserne Turm … das Dreischeibenhaus. Drei riesige Stein- und Glasscheiben ragen in den Himmel wie die Schwerter von Riesen. Bei meinem Hofbaumeister hätte allein der Gedanke daran Schnappatmung ausgelöst.
Doch ich muss gestehen: Es besitzt Würde. Klare Linien. Stolz. Fast preußisch.
Und dann dieses grüne Monstrum dort drüben …
Ein Gebäude aus Hecken!
Ein Palast, der aussieht, als hätte ein Gärtner die Kontrolle über die Stadt übernommen.
Zu meiner Zeit waren Hecken dazu da, Schlossgärten zu schmücken — heute wachsen daraus ganze Häuser. Düsseldorf überrascht selbst einen alten Kurfürsten immer wieder.
Aber vielleicht zeigt genau dieser Platz, was aus meiner kleinen Residenzstadt geworden ist:
Die Kunst verändert sich.
Die Architektur verändert sich.
Die Menschen verändern sich.
Und doch bleibt Düsseldorf stets eine Stadt der Ideen.
Theater, Kunst und große Bauwerke lagen dieser Stadt schon immer im Blut. Früher lauschte mein Hof Opern und höfischen Konzerten — heute strömen die Menschen in moderne Schauspielhäuser und bewundern Gebäude, die aussehen wie Kunstwerke selbst.
Vielleicht führt uns genau deshalb eine Spur des verlorenen Medaillons hierher.
Denn wo Menschen träumen, spielen und staunen … dort verstecken sich oft die besten Geschichten.“
Auf wie vielen Ebenen ist der Kö Bogen II bepflanzt?
Für Neugierige: Das Schauspielhaus, Dreischeibenhaus und Kö Bogen
Das Areal rund um das Düsseldorfer Schauspielhaus bildet eines der spannendsten Stadtbilder der Innenstadt. Das strahlend weiße Schauspielhaus steht im starken Kontrast zum benachbarten Dreischeibenhaus, einem der wichtigsten Hochhäuser der Nachkriegsmoderne. Gemeinsam mit dem modernen Kö-Bogen, seinen Geschäften und der neu gestalteten Parklandschaft verbindet das Viertel historische und zeitgenössische Architektur und ist heute ein beliebter Treffpunkt für Kultur, Shopping und Spaziergänge.